Nach der Leitung eines interdisziplinären Kollektivs widmete sich Simon Grangeat ab 2010 dem Schreiben und der Dramaturgie. Seine Stücke verweben fiktionale Geschichten an der Schnittstelle zwischen Politik und Privatsphäre – an jenem Ort, an dem individuelle Entscheidungen Auswirkungen auf die Gemeinschaft haben, an jenem Ort, an dem die Regeln des sozialen Spiels mit persönlichen Lebenswegen kollidieren. Sie werden regelmäßig inszeniert und erscheinen im Verlag Les Solitaires intempestifs sowie bei L’école des loisirs. Grangeat ist Preisträger zahlreicher Kinder- und Jugendliteraturpreise (Collidram 2019 und 2024, Sony Labou Tansi 2021…) und dreimaliger Empfänger des Artcena-Förderpreises (2011, 2016 und 2022).
Von 2026 bis 2029 wird er als assoziierter Künstler bei den „Tréteaux de France“ tätig sein, um ein „Journal de bord immobile“ (Unbewegliches Logbuch) zu realisieren, eine Erkundung der zeitgenössischen französischen Kindheit.
Parallel zu seiner schriftstellerischen Tätigkeit ist Simon Grangeat als Dramaturg tätig. Seit 2019 leitet er das comité de lecutre der Comédie de Caen – CDN de Normandie. In dieser Funktion leitet er seit 2016 den „Prix Godot“ für Schüler und richtet zahlreiche Initiativen zur Förderung und Verbreitung zeitgenössischer Theaterstücke ein (Fortbildungen, Meisterkurse, Residenzen, Lesekabaretts usw.).
Außerdem ist er Mitbegründer und Mitherausgeber der Zeitschrift „La Récolte“, einer jährlichen Publikation der frankophonen comités de lecutre, sowie Mitbegründer der „Carnets dépliés“.