Neue Stücke

Ohne Abschied

Ohne Abschied

Jugend

Die wahre Geschichte eines 16-jährigen Mädchens, das sich Ende des Zweiten Weltkrieges das Leben nahm. Vier Briefe bilden die Basis für ein ergreifendes Theatererlebnis, das durch seine unglaubliche Klarheit und Einfachheit besticht. Die Dramatik, die Sehnsüchte, die Tabus, aber auch die Wünsche jener Zeit werden eine Stunde lang spürbar.


Flügellos

Flügellos

Kinder

„Sprache macht Nikki Angst. Sie fürchtet, Wörter durcheinander zu bringen, missverstanden oder ausgelacht zu werden. Deshalb zieht sie sich zurück und redet irgendwann einfach gar nicht mehr. Helfen kann da keiner. Auch Nikkis Mutter nicht, die einfach nicht versteht, was mit ihrer Tochter los ist. Nur mit Ralf ist alles anders. Mit ihm kann Nikki Spiele spielen, unheimlicher und irgendwann ist nicht mehr eindeutig klar, was ist nacherzählt, ausgedacht streiten, Geschichten erfinden, Quatsch machen.“ (www.tjg-dresden.de)


Rishi

Rishi

Schauspiel Jugend

Am Bahnhof Den Haag Hollands Spoor wird in den frühen Morgenstunden ein junger Mann mit Migrationshintergrund von einem Polizisten angeschossen und tödlich verwundet. Wie bei einer Anhörung vor Gericht kommen in diesem auf wahren Ereignissen beruhenden Stück Zeugen des Vorfalls sowie Freunde und Angehörige des Opfers zu Wort, die ihre Sicht auf den Tathergang und gesellschaftliche Missstände im Allgemeinen erörtern. Das Brisante daran: Das richterliche Urteil (ein Freispruch in allen Anklagepunkten) bildet den Anfang des Stückes. Alles, was die Geschehnisse dieses verhängnisvollen Morgens in einem anderen Licht dastehen lassen könnte, kommt also zu spät. Das hält den besten Freund, die Mutter, die Nachbarin und selbst den Todesschützen aber nicht davon ab, die Unschuld wahlweise des Opfers oder des Polizisten zu beteuern und den nach wie vor existierenden Rassismus der Behörden oder das viel zu seltene Training an der Waffe anzuprangern. Zwischen all diesen Stimmen schweigt nur einer unerträglich laut: der tote Rishi. Das Stück über den Tod von Rishi Chandrikasing zeigt den weiterhin bestehenden systemischen Rassismus und die Leichtigkeit auf, mit der die einzelnen Akteur:innen im Polizeiapparat die Verantwortung von sich selbst abwälzen konnten. Zu diesem Zweck führte der Autor Kees Roorda Interviews mit Hinterbliebenen und Freund:innen des Opfers und nahm Einsicht in die Protokolle der Polizeiverhöre. „* * * * * – Wer ist schuld? Das ist die Frage, die durch die gesamte Vorstellung schwirrt. Jede einzelne Stimme fügt der Geschichte eine neue Schicht hinzu. Die Darsteller jonglieren mit Standpunkten und Wahrheiten […], was ‚Rishi‘, mit all seinen Perspektiven auf diese Horrorstory, zu einem spannenden und seltsam schönen Abend macht.“ (Theaterkrant, 21.04.17) „* * * * * – Brillianteres und relevanteres Theater gab es in diesem Jahr nicht. Jeder sollte es sehen. Die Textkonstruktion, das tragische Quellenmaterial und die fantastischen Schauspieler erheben ‚Rishi‘ zu einem kraftvollen und unentrinnbaren Werk.“ (Volkskrant, 02.05.17)


Wolf

Wolf

Jugend

"Als Welpe muss Wolf mitansehen, wie seine ganze Familie von Jägern aus dem nahe gelegenen Dorf getötet wird. Die Götter verwandeln ihn in einen Menschen und geben ihm den Auftrag, die Mörder seiner Familie und deren Kinder und Kindeskinder zu töten. Zwanzig Jahre sind seitdem vergangen und Wolf trifft im Dorf auf eine junge Frau: Sie streut, wie schon ihre Mutter und Großmutter vor ihr, Sand auf die Gräber der Toten, um zu verhindern, dass noch mehr Menschen sterben. Die beiden verlieben sich ineinander, doch was Wolf nicht weiß, ist: sie ist die Tochter des letzten Jägers. [...] Eine dunkle Liebesgeschichte, ein Schauermärchen und ein Portrait eines Dorfes, voller zeitloser Fragen über Sehnsüchte, Notwendigkeiten und Schicksal." (Dschungel Wien) "Dem niederländischen Autor-Regisseur Theo Fransz ist mit der Inszenierung seines 'Wolf' ein Juwel im Theater für junges Publikum gelungen: Bei der Umsetzung des zwischen melancholischer Poesie und gewitzten, schnellen Dialogen wechselnden Textes treffen der Regisseur und seine zwei Schauspieler stets die richtigen Töne, [...] ihre Monologe fesseln vom ersten bis zum letzten Wort." (Wiener Zeitung, 18.04.13)


Jugend ohne Gott

Jugend ohne Gott

Schauspiel Jugend

„Wenn nur noch Gehorsam gefragt ist und nicht mehr Charakter, dann geht die Wahrheit, und die Lüge kommt.“ (Ödön von Horváth) „Eine unbedachte Äußerung hätte ihn um ein Haar die Stelle gekostet. Seither übt sich der 34-jährige Lehrer in Zurückhaltung und lässt die menschenverachtende, aber massentaugliche Geisteshaltung seiner Schützlinge unkommentiert. Anstatt zu seinen Prinzipien zu stehen und dadurch sein Beamtengehalt erneut aufs Spiel zu setzen, hält er sich von nun an bedeckt und macht es sich, wie so viele Intellektuelle seiner Zeit, im inneren Exil gemütlich. Doch die Gruppendynamik, die sich innerhalb der Schulklasse entwickelt, macht es unmöglich, nicht Stellung zu beziehen. Als sich das brodelnde Gemisch aus Verrohung, militärischem Drill und ideologischer Verblendung auf einer Klassenreise schließlich eruptiv entlädt, kommt es zur Katastrophe. In der Überzeugung, durch sein bequemes Schweigen eine nicht unerhebliche Mitschuld an der Eskalation der Ereignisse zu tragen, reift in dem Lehrer ein folgenschwerer Entschluss. Die Klassengemeinschaft wird bei Horváth zur mikrokosmischen Abbildung einer Gesellschaft, die sich mit einer politisch propagierten Verachtungsideologie konfrontiert sieht. Oft als Auseinandersetzung des Autors mit der eigenen Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus gelesen, wirkt Horváths ziseliert anatomische Studie als Kampfansage gegen Mitläufertum, Opportunismus und stillschweigende Zustimmung heutzutage aktueller denn je. Wüllenwebers Neuinterpretation konzentriert sich auf die gesellschaftlichen Mechanismen und menschlichen Verhaltensweisen, die diese Geschichte unabhängig von ihrer Entstehung an jedem Ort und zu jeder Zeit möglich machen.“ (www.tdj.at) „Eine politische Parabel, die so aktuell anmutet, dass man sie nicht nur heute, sondern jederzeit anwenden kann.“ (Online Merker, 13.01.20) „Wüllenwebers Bühnenfassung zeichnet gekonnt die Entwicklung des Protagonisten nach – von der anfänglichen Anpassung an das faschistoide System über die zunehmende innere Zerrissenheit bis hin zur überraschenden Wende. Chapeau.“ (Wiener Zeitung, 14.01.20)


Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute

Kinder

ERSTER: Stellt euch einen Zoo vor. ZWEITER: Einen Zoo vor vielen Jahren. DRITTER: Einen Schwarzweißfotozoo. VIERTER: Keinen sehr großen Schwarzweißfotozoo, ZWEITER: eher einen ziemlich mickrigen Schwarzweißfotozoo, ERSTER: eher einen eigentlich-nicht-der-Rede-wert-Schwarzweißfotozoo, DRITTER: eher einen wär-da-kein-Zaun-drum-wär‘s-ein-Wald-und-gar-kein-Zoo-Schwarzweißfotozoo. Mama und Papa Pavian, Herr und Frau Mufflon und das Murmeltiermädchen leben zufrieden in ihrem Gehege, doch dann wird ein neuer Bär geliefert und stellt den Alltag und die Ordnung aller Zoobewohner auf den Kopf. Er stellt unbequeme Fragen über die merkwürdigen Zebrawesen auf der anderen Seite des Zauns und will der Ursache des üblen Gestanks auf die Spur kommen. Das passt den Gestiefelten sowie einigen Zoobewohnern gar nicht in den Kram. Und dann ist da auch noch das Nashorn und die Frage, was es sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute? Als der Bär es nicht länger aushält, fasst er einen folgenschweren Plan … 1994 wurden Teile des verschütteten und überwachsenen Zoos im Konzentrationslager Buchenwald freigelegt und sind heute wieder zugänglich. Jens Raschke hat mit WAS DAS NASHORN SAH, ALS ES AUF DIE ANDERE SEITE DES ZAUNS SCHAUTE ein Stück über die Frage: Bär oder Pavian? geschrieben. „Dem Autor gelingt mit seinem Stück sowohl die überzeugende literarisch-szenisch Gestaltung eines brisanten historischen Stoffs, als auch eine Parabel auf unsere Gesellschaft, die mithilfe der Medien über den europäischen Zaun auf grausame Geschehnisse weltweit schaut und dabei ähnliche Strategien entwickelt, wie die Tiere im Zoo. Die Jury würdigt mit dem Deutschen Kindertheaterpreis 2014 ein Stück über die Folgen des Totalitarismus und über ein Dilemma unserer, von globaler Medienberichterstattung geprägten Welt. Kinder und Erwachsene werden tagtäglich mit Krieg, Tod, Folter, Flucht und Vertreibung konfrontiert. Das Stück lässt uns alle darüber nachdenken, was wir tun können, wenn auf der anderen Seite des Zauns die Menschenwürde mit Füßen getreten wird. Für das Kunststück, einen historischen Stoff in einer fiktive Geschichte zu erzählen, die unterhaltsam, lehrreich und allgemeingültig ist und dabei Mut macht hinzuschauen und sich nicht rauszuhalten, vergibt die Jury den Deutschen Kindertheaterpreis 2014 an Jens Raschke.“ (Laudatio Deutscher Kindertheaterpreis 2014) „Zusammen mit den Tieren, die gewohnt witzig und possierlich wie in allen anderen Tierstücken daherkommen, schauen die Kinder im Publikum sich die unglaublichen Vorgänge an. Und so selbstverständlich und beiläufig, wie früher ‚unwertes‘ Leben getötet wurde, so beiläufig fallen auch hier einige von den ‚Gestreiften‘ Häftlingen der Willkür ihrer Machthaber zum Opfer. Dies geschieht so unspektakulär, dass man kaum Zeit findet, sich darüber zu entsetzen. Gemeinsam mit den Tieren beginnt stattdessen der Versuch, die Vorgänge zu verstehen und sich die Folgen verschiedener Reaktionen darauf auszumalen. […] Es ist die Frage, ob Kinder über dieses erschütternde Kapitel des Menschseins informiert werden sollten, ob sie etwas davon wissen sollten, und natürlich nimmt Raschke deutlich Stellung dazu. Ja, Kinder müssen sich damit beschäftigen, denn auch und vor allem waren Kinder die Opfer dieser Unmenschlichkeit, sei es, dass sie selbst den Schergen zum Opfer fielen oder dass sie ihrerseits zu mitleidlosen Tätern erzogen wurden. Auch im Text spielen Kinder eine Rolle, die Kinder der Tiere und die der ‚Gestiefelten‘. Dabei werden die Nazi-Kinder mit Seitenscheitel, Zöpfen, oder Braunhemd geschickt historisch apostrophiert und grenzen sich so ohne Aufhebens von den Kindern im Zuschauerraum ab. Um dieses schwerste Thema für seine Zielgruppe aufzubereiten, arbeitet der Autor unter anderem mit Humor und einer leichten, eleganten Sprache, er entwirft z.T. putzige, ja geradezu komische Bilder. Er zeichnet vor allem die Absurdität der historischen Situation nach, die in Wirklichkeit schon nicht zu steigern war und über die man lachen müsste, wäre es nicht so grauenhaft. So schafft Jens Raschke mit seinem Werk einen äußerst ungewöhnlichen Beitrag zu der zutiefst pädagogischen Frage, was wir Kindern zumuten wollen, das Totschweigen einer schlimmen Wirklichkeit oder die Aufklärung darüber.“ (Jurybegründung Kaas & Kappes 2014)


Ein Weihnachtslied

Ein Weihnachtslied

Kinder Weihnachtsspiel

Ebenezer Scrooge, der geizige, menschenfeindliche Inhaber des Warenhauses Scrooge & Marley, hasst Weihnachten und zeichnet sich auch sonst durch eine ablehnende Haltung zu allem und jedem aus. Als er am Vorweihnachtsabend nach Hause kommt, blickt ihm aus seinem Spiegel sein vor sieben Jahren verstorbener, ehemaliger Geschäftspartner und Freund Jacob Marley entgegen, der ihn auf seine falsche Lebenseinstellung hinweist und die Ankunft dreier Geister ankündigt, die Scrooges letzte Chance seien, sein Leben zum Guten zu wenden. Tatsächlich erscheinen diese Geister auch wenig später, unternehmen mit Scrooge nacheinander drei Reisen in seine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und führen ihm sein Verhalten direkt vor Augen. Nach der letzten Reise, in der Scrooge bereits tot ist und ihm von allen Seiten keine Sympathie entgegen gebracht wird, beschließt Scrooge, sein Leben zu ändern. Er lernt zunächst das Lachen, entschuldigt sich dann bei Menschen, die er am Vortag schlecht behandelt hat, beschenkt seinen Mitarbeiter und feiert Weihnachten gemeinsam mit der Familie seines Neffen. In dieser Bearbeitung bleiben die fünf Original-Strophen inhaltlich erhalten. Ein dramaturgischer Kniff ist die Rahmung des Stückes durch die Figur des Charles Dickens.


Lottes Feiertag

Lottes Feiertag

Kinder

„‘Wenn sich zwei küssen, verändert sich die Welt.‘ Diesen Satz von Octavio Paz hat Joseph in einer der Zeitschriften gelesen, die er austrägt. Und deshalb hat er Lotte auf dem Nachhauseweg nach der Schule überraschend geküsst. Das passte Lotte gar nicht, und ein paar Tage später, nämlich an Großvaters Geburtstag, hat sie Joseph dafür eine geknallt. Dann ist sie weggerannt und aus Versehen in einen alten Brunnen gefallen, und alles kam anders als geplant. Der von Lotte geliebte Großvater setzte inmitten seiner bunten Festgesellschaft gerade zu seiner Rede an, als der Postbote Heinrich verkündete: ‘Die Lotte ist in den Brunnen gefallen.‘ Das Entsetzen ist groß. Zuerst rücken die komischen Feuerwehrleute Antonio, Husten und Schmitz (‘wie Witz‘) an und machen alles nur noch schlimmer, dann ein Fernsehteam. Als schließlich die Hauptwasserleitung auseinanderbricht, wird es brenzlig. Retten kann Lotte nur einer. ‘Lottes Feiertag‘ ist eine poetische und komische Geschichte vom Älterwerden, von der Liebe und davon, was im Leben zählt. Michael Schramm und Sabine Zieser erzählen mit Blick zurück auf Großvaters Leben, mit sprachlicher Genauigkeit und Liebe für Details, mit (Wort)Witz und scheinbarer Leichtigkeit von einem eher ungewöhnlichen Feiertag, der anders verläuft, als sich das der Großvater und seine Enkeltochter erträumt haben.“ (Nina Peters, Jury Mülheimer KinderStückePreis 2012) "‘Lottes Feiertag‘, im atemlosen Wechsel zwischen herrlichem Slapstick und großer Poesie, zwischen Singspiel und Mitmach-Theater, verblüfft mit gelungenen Stimmungswechseln - und einer eigentlich einfachen, großen Geschichte.“ (Abendzeitung Nürnberg, 28.03.11)


Der König ohne Reich

Der König ohne Reich

Kinder

Eines Morgens wird er wach und alles ist weg. Nur seine Krone ist ihm geblieben, weil er abends beim Zubettgehen vergessen hatte sie abzusetzen. Und weil es ein schöner Tag ist, zieht er los mit dem Wind. Er zieht los durch die Welt und macht sich auf die Suche nach seinem Reich. Oder auf die Suche nach seinem Lied. Oder beides. Denn: Wo sein Lied ist, ist bestimmt auch sein Reich. Auf seinem langen Weg durch den Tag und ein wenig durch sein Leben macht er so manch erstaunliche Begegnung mit Tieren und mit Menschen, mit Wesen und Dingen, mit der Natur und mit der Welt und – wer weiß – vielleicht auch ein wenig mit sich selbst. „Das Stück erzählt die Geschichte von einem König auf der Suche nach seinem Reich, dem, wie er denkt, wesentlichsten Bestandteil seiner Existenz. Denn was ist schon ein König ohne Reich. Am Ende seines Weges findet er jedoch etwas ganz Anderes, viel Wichtigeres: Er findet zu den Menschen und zu sich selbst. Den KÖNIG OHNE REICH hat Marcel Cremer in die Wege geleitet und lange Zeit begleitet. […] Leicht hat er es gewollt, sein Stück. Und beschwingt. Eine freudvolle Hymne an das Leben – geschrieben, gedichtet in Momenten der Krankheit. Einen kräftigen Appell an den Mut – gegen die Mutlosigkeit. Sich zu trauen, neue Wege zu beschreiten. Dem Unbekannten furchtlos entgegenzutreten. Einen eindringlichen Aufruf, jeden Tag seines Lebens neu zu gestalten. Sich die Welt neu zu erschließen. Hoffnungsvoll nach vorne zu schauen. ‚Das Leben, ein langer Tag‘, sagte meine Großmutter im hohen Alter. Ein Tag voller Begegnungen und Überraschungen. Ein Tag auf dem Weg zu sich selbst. Marcel hat den vorletzten Tag seines Lebens der Kunst und dem KÖNIG OHNE REICH, seinem Stück, gewidmet. Wir widmen es nun ihm – mit ‚einem lachenden und einem weinenden Auge‘. Danke, Marcel! Danke für alles!“ (Fatma Girretz, www.agora-theater.net) „Kreativ, anmutig, lustig, anders, ironisch, fesselnd, musikalisch, verrückt, bunt und noch viele andere Worte schießen einem durch den Kopf, wenn man versucht dieses Stück zu beschreiben. In einem Märchenzelt erzählen drei Frauen und vier Männer mit ihrer intensiven und mitreißenden Spielweise eine wunderbare Geschichte voller bunter Bilder. Dabei benutzen sie einfachste Mittel, um eine phantastische Welt voller phantastischer Wesen zu erschaffen. Ein essentieller Teil der Inszenierung ist der Einsatz der Live-Musik, so werden virtuos Klangwelten und Atmosphären erzeugt, die die Orte kunstvoll vollenden. Dem Ensemble gelang eine Inszenierung, die jede Altersklasse anspricht und die Herzen aller Zuschauer zu berühren vermag.“ (Begründung der Jury, Marburger KJT-Preis, 02.04.11)


Knockout

Knockout

mit Musik Jugend

Yahid und Liz scheint zunächst nicht viel zu verbinden. Er wird von seinen Mitschülern wegen seines Gewichts getriezt, sie ist taff und lehrt die anderen das Fürchten. Doch auch Liz hat ihr Päckchen zu tragen, denn daheim bei den sich ständig streitenden Eltern ist sie am liebsten so wenig wie möglich. Gemeinsam versuchen die Jugendlichen, mit Kampfsport dem Alltag zu entfliehen und dringend benötigtes Selbstvertrauen aufzubauen. Leider wartet auf beide nach anfänglichen Erfolgen ein böses Erwachen … „Ein Theaterdrama in fünf Spielrunden. Yahid ist durch Messerstiche verletzt worden. Liz ist in einem Boxkampf k. o. gegangen. Die beiden treffen sich in einer Welt zwischen Leben und Tod. Hier wird ihre Wirklichkeit sichtbar. Beide haben ein schweres Leben. Yahid hat Probleme mit dem großen Kontrast zwischen zu Hause und der Schule und er versucht, die beiden Welten zusammen zu bringen. Liz hat es zu Hause und in ihrem Sportklub nicht einfach. Hier wie da wird sie schlecht behandelt und unter Druck gesetzt, und sie versucht, sich durchzukämpfen. Ein Theaterstück wie ein Boxkampf, mit einem Schiedsrichter, der mithilfe von Schlagertexten Themen zur Sprache bringt, in denen viele Jugendliche sich spiegeln können. Man kann Yahid und Liz nur lieben. Auch wenn sich eine Fülle von Themen zwischen ihnen anhäuft, ist der Text doch so zwingend, erfrischend und aktuell, dass die Jury dem Autor das nur vergeben kann.“ (https://www.kaasundkappes.de/knockout)